M E H R - A M - M E E R
DER AURICHER
http://koehler-aurich.eu/

eine welt

Der britische Admiral Nelson hat einmal gesagt:

Allen Erfolg, den ich in meinem Leben hatte, verdanke ich der Tatsache, dass ich immer eine Viertelstunde vor der Zeit zur Stelle war.

ÖKO-Kleidung? Ist das nicht ein alter Hut?

 

Die Antwort lautet eindeutig NEIN. Die Zeiten haben sich gewandelt, denn wer in letzter Zeit die Meldungen über Billigware gelesen und gehört hat, muss ins Grübeln gekommen sein. Also wenn junge türkische Arbeiter (um ein Beispiel zu nennen) die angesagten „Used Look Jeans“ sandstrahlen, dafür dann wenig Lohn erhalten und quasi als Zugabe eine tödliche Staublunge bekommen, ich denke spätestens dann schlägt das schlechte Gewissen durch.

Leider, leider gibt es in der Modewelt noch keine Kennzeichnungspflicht. Es muss auf den Etiketten weder stehen, wo die Kleidung herkommt noch ob und wenn ja mit welchen Chemikalien sie behandelt wurde. Hersteller und Anbieter von Ökokleidung, die schon lange nicht mehr das Kartoffelsack-Image hat, erobern sich ganz allmählich Marktanteile. Es sind weltweit inzwischen ca. 500 Firmen, die öko-korrekte Kleidung anbieten. hessnatur kennt man vielleicht, aber auch das niederländische Jeanslabel Kuyichi oder die dänische Firma Noire haben sich positioniert. Dadurch, dass viel Geld in die Werbung gesteckt wird bei den traditionellen Marken, sind die Preise für die „Organic“ Mode nicht zwingend teurer. Jeans für etwa 100 Euro sind durchaus zu bekommen.

Es bewegt sich langsam etwas, denn auch Häuser wie H&M sowie C&A setzen allmählich auf Baumwolle aus kontrolliertem biologischen Anbau. Einziger Haken allerdings: die Weiterverarbeitung läuft noch konventionell. Die ethische Komponente muss also noch mehr in den Vordergrund rücken. Dennoch sagen Experten wie Kirsten Brodde:“Ein Anfang ist gemacht“. Mehr über sie und Hintergründe auch in ihrem Buch „Saubere Sachen“ sowie auf ihrer Internetseite www.gruene-mode.de

 

Hintergründe auch in der Textilfibel von Greenpeace – zu beziehen über www.greenpeace-magazin.de/warenhaus

 

Auch das Buch von Klaus Werner Lobo „Uns gehört die Welt“ erklärt in einfacher Sprache über die Zusammenhänge von Wirtschaftpolitik und Alltag sowie Überblicke über Globalisierung. Finanzkrise, Klimawandel, Armut, Sozialabbau u.a.

 

Insofern lohnt es sich allemal seine Gewohnheiten zu überprüfen, zu hinterfragen, sich zunächst einmal klug machen und dann entscheiden.

 

Juni 2009





Albrecht Müller, Mitherausgeber der Nachdenkseiten, ehemaliger Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt in einem Interview in 3sat:
hier


Er sagt u.a., dass es notwendig ist (eine Pflicht) zu sagen, es gibt in diesem Land politische Korruption. Und man muss sagen dürfen, dass Spekulation Spekulation ist. Fatal ist für ihn, alles wurde in der Vergangenheit dem Markt, neuen Märkten untergeordnet - die Politik stand mit großen Augen und nichtstuend daneben, hat es zugelassen, dass das soziale Gefüge auseinander gebrochen ist. Der Sozialstaat, der letztlich erst Freiheit bringt, ist nicht mehr funktionsfähig, obwohl er ein hohes Gut ist.






Alle Rechte vorbehalten